im Vorfeld der diesjährigen Landtagswahl wenden wir uns an Sie – und an alle demokratischen Parteien sowie alle unabhängigen Einzelkandidaten – mit einer konkreten, wissenschaftlich fundierten Forderung. Es gibt
eine mathematische Formel für Gerechtigkeit.
Wir bitten um Ihre Stellungnahme.
Drei unabhängige Ökonomen – Norbert Olah, Thomas Huth und Dirk Löhr – haben in vier Studien (siehe Zeitschrift Humane Wirtschaft) die Formel
C − W = (r − g) · K
vorgelegt. Sie beweist mathematisch, was bisher nur philosophisch diskutiert wurde: Gerechtigkeit ist messbar.
Die Formel in einfachen Worten
- C = was die Wirtschaft insgesamt erwirtschaftet (Einkommen)
- W = was die Wertschaffenden/Arbeitnehmer als Lohn bekommen
- (r − g) = Zinssatz minus Wirtschaftswachstum
- mal K = dem gesamten vorhandenen Kapital (Geldwert aller Vermögensgegenstände)
Die linke Seite (C − W) ist also der Anteil am Kuchen, der NICHT an die Wertschaffenden geht – sondern an Eigentümer von Kapital (Maschinen, Firmen, Grundstücke). Die rechte Seite sagt: Dieser Anteil ist genau so groß wie:
Der entscheidende Punkt:
r − g
- Wenn r = g ist (Zins = Wachstum), dann ist r − g = 0.
- Dann ist auch C − W = 0 – alles Erwirtschaftete geht als Lohn an die Wertschaffenden. Keine Ausbeutung, keine ungerechte Umverteilung.
- Wenn aber r > g (wie heute: 3 % Zins, 0,2 % Wachstum), dann ist r − g positiv.
- Dann fließt ein Teil des Kuchens ohne eigene Leistung an die Vermögensbesitzer – einfach weil ihr Geld und ihr Boden im Wert steigen, während sie nichts dafür tun.
In einfachen Worten: Solange der Zinssatz (r) höher ist als die Wirtschaftswachstumsrate (g), fließt ein leistungsloses Einkommen an die Eigentümer von Kapital und Boden – zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung.
Die Lösung ist ebenso klar: Eine Wirtschaft ist gerecht und effizient, wenn r = g ist. Die beiden Hebel zur Umsetzung sind:
1. Die Abschöpfung von Bodenwertgewinnen: Boden ist nicht vermehrbar. Seine Wertsteigerungen durch Infrastruktur, Zuwanderung, wirtschaftliche Entwicklung sind eine Geschenk der Gemeinschaft und sollte der Allgemeinheit und nicht dem zufälligen Eigentümer zugutekommen.
2. Eine Geldreform, die dafür sorgt, dass der Zins dem Wachstum folgt und Geld nicht gehortet werden kann. Selbst der konservative Nobelpreisträger Milton Friedman und der Reformer Silvio Gesell – politische Gegenspieler – kommen in der Mathematik zum gleichen Ergebnis. Im Vorfeld der Landtagswahlen bitten wir Sie daher:
1. Bitte nehmen Sie Stellung zu diesen wirtschaftspolitischen Thesen.
2. Beantworten Sie den beigefügten Fragebogen mit 20 Aussagen auf einer 5-stufigen Skala.
3. Erläutern Sie, (Frage 21) wie Sie sich im Falle Ihrer Wahl für die Umsetzung dieser Erkenntnisse in der Landespolitik einsetzen würden – insbesondere im Hinblick auf eine Landes-Bodenwertgewinnabgabe.
Alle eingehenden Antworten werden wir zusamengefasst und aufbereitet auf unseren Webseiten und in unserem Blog veröffentlichen. Auf ihrer Grundlage wird die HUMANWIRTSCHAFT eine öffentliche Wahlempfehlung für die Landtagswahlen in Mecklenburg/Vorpommern aussprechen.
Ihre Positionen zu diesen Fragen werden die Wahlentscheidung vieler Bürger maßgeblich beeinflussen.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

