26. Juli 2026

Wahlprüfsteine Mecklenburg/Vorpommern

im Vorfeld der diesjährigen Landtagswahl wenden wir uns an Sie – und an alle demokratischen Parteien sowie alle unabhängigen Einzelkandidaten – mit einer konkreten, wissenschaftlich fundierten Forderung. Es gibt

eine mathematische Formel für Gerechtigkeit.
Wir bitten um Ihre Stellungnahme.

Drei unabhängige Ökonomen – Norbert Olah, Thomas Huth und Dirk Löhr – haben in vier Studien (siehe Zeitschrift Humane Wirtschaft) die Formel

C − W = (r − g) · K  

vorgelegt. Sie beweist mathematisch, was bisher nur philosophisch diskutiert wurde: Gerechtigkeit ist messbar.


Die Formel in einfachen Worten

  • C = was die Wirtschaft insgesamt erwirtschaftet (Einkommen)
  • W = was die Wertschaffenden/Arbeitnehmer als Lohn bekommen
  • (r − g) = Zinssatz minus Wirtschaftswachstum
  • mal K = dem gesamten vorhandenen Kapital (Geldwert aller Vermögensgegenstände)

Die linke Seite (C − W) ist also der Anteil am Kuchen, der NICHT an die Wertschaffenden geht – sondern an Eigentümer von Kapital (Maschinen, Firmen, Grundstücke). Die rechte Seite sagt: Dieser Anteil ist genau so groß wie:

Der entscheidende Punkt:
r − g

  • Wenn r = g ist (Zins = Wachstum), dann ist r − g = 0.
  • Dann ist auch C − W = 0 – alles Erwirtschaftete geht als Lohn an die Wertschaffenden. Keine Ausbeutung, keine ungerechte Umverteilung.
  • Wenn aber r > g (wie heute: 3 % Zins, 0,2 % Wachstum), dann ist r − g positiv.
  • Dann fließt ein Teil des Kuchens ohne eigene Leistung an die Vermögensbesitzer – einfach weil ihr Geld und ihr Boden im Wert steigen, während sie nichts dafür tun.

In einfachen Worten: Solange der Zinssatz (r) höher ist als die Wirtschaftswachstumsrate (g), fließt ein leistungsloses Einkommen an die Eigentümer von Kapital und Boden – zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung.

Die Lösung ist ebenso klar: Eine Wirtschaft ist gerecht und effizient, wenn r = g ist. Die beiden Hebel zur Umsetzung sind:

1. Die Abschöpfung von Bodenwertgewinnen: Boden ist nicht vermehrbar. Seine Wertsteigerungen durch Infrastruktur, Zuwanderung, wirtschaftliche Entwicklung sind eine Geschenk der Gemeinschaft und sollte der Allgemeinheit und nicht dem zufälligen Eigentümer zugutekommen.
2. Eine Geldreform, die dafür sorgt, dass der Zins dem Wachstum folgt und Geld nicht gehortet werden kann. Selbst der konservative Nobelpreisträger Milton Friedman und der Reformer Silvio Gesell – politische Gegenspieler – kommen in der Mathematik zum gleichen Ergebnis. Im Vorfeld der Landtagswahlen bitten wir Sie daher:

1. Bitte nehmen Sie Stellung zu diesen wirtschaftspolitischen Thesen.
2. Beantworten Sie den beigefügten Fragebogen mit 20 Aussagen auf einer 5-stufigen Skala.
3. Erläutern Sie, (Frage 21) wie Sie sich im Falle Ihrer Wahl für die Umsetzung dieser Erkenntnisse in der Landespolitik einsetzen würden – insbesondere im Hinblick auf eine Landes-Bodenwertgewinnabgabe.

Alle eingehenden Antworten werden wir zusamengefasst und aufbereitet auf unseren Webseiten und in unserem Blog veröffentlichen. Auf ihrer Grundlage wird die HUMANWIRTSCHAFT eine öffentliche Wahlempfehlung für die Landtagswahlen in Mecklenburg/Vorpommern aussprechen.

Ihre Positionen zu diesen Fragen werden die Wahlentscheidung vieler Bürger maßgeblich beeinflussen.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

    Fragebogen zur wirtschaftspolitischen Positionierung
    Landtagswahlen 2026 – Mecklenburg/Vorpommern

    Angaben zum Kandidaten / zur Partei


    A. Grundsätzliche Gerechtigkeitsfragen

    Nr.

    Aussage

    trifft voll zu
    (1)

    trifft eher zu
    (2)

    teils/teils
    (3)

    trifft eher nicht zu
    (4)

    trifft gar nicht zu
    (5)

    1

    Die Formel C − W = (r − g) · K beweist mathematisch, dass Gerechtigkeit keine philosophische Frage, sondern eine Rechenaufgabe ist.

    1

    2

    3

    4

    5

    2

    Gerechtigkeit bedeutet, dass keiner mehr bekommt als er leistet – und niemand etwas bekommt, was er nicht leistet. Leistungsloses Einkommen ist grundsätzlich ungerecht.

    1

    2

    3

    4

    5

    3

    Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich ist kein Schicksal, sondern eine mathematisch exakt berechenbare Folge des bestehenden Zins- und Bodenrechts.

    1

    2

    3

    4

    5

    4

    Eine gerechte Wirtschaft ist nicht nur moralisch geboten, sondern auch effizienter, weil sie die Kaufkraft der breiten Bevölkerung stärkt.

    1

    2

    3

    4

    5


    B. Ausreden der Politik

    Nr.

    Aussage

    trifft voll zu
    (1)

    trifft eher zu
    (2)

    teils/teils
    (3)

    trifft eher nicht zu
    (4)

    trifft gar nicht zu
    (5)

    5

    "Das ist zu kompliziert für die Praxis." – Dieses Argument ist eine Schutzbehauptung, denn die Formel ist einfacher als die Einkommensteuererklärung.

    1

    2

    3

    4

    5

    6

    "Das würde Investitionen abwürgen!" – Hohe Zinsen verteuern Investitionen, niedrige Zinsen fördern sie. r = g würde Investitionen also ankurbeln, nicht abwürgen.

    1

    2

    3

    4

    5

    7

    "Dann wandern die Reichen doch aus!" – Boden kann man nicht mitnehmen. Diese Drohung ist wirkungslos und dient nur der Verhinderung von Reformen.

    1

    2

    3

    4

    5

    8

    "Das ist doch Sozialismus!" – Selbst der neoliberale Nobelpreisträger Milton Friedman kam mathematisch zum gleichen Ergebnis. Die Formel ist keine Ideologie, sondern Rechnung

    1

    2

    3

    4

    5

    9

    "Die Bevölkerung versteht das nicht!" – Ein Politiker, der den Bürgern zutraut, eine einfache Gleichung zu verstehen, hat sein Amt verdient. Wer es nicht erklärt, will es nicht erklären.

    1

    2

    3

    4

    5

    10

    "Die EZB ist unabhängig!" – Die Landesregierung kann dennoch eine Bundesratsinitiative starten, um auf eine Zinspolitik mit r = g hinzuwirken.

    1

    2

    3

    4

    5


    C. Bodenpolitik

    Nr.

    Aussage

    trifft voll zu
    (1)

    trifft eher zu
    (2)

    teils/teils
    (3)

    trifft eher nicht zu
    (4)

    trifft gar nicht zu
    (5)

    11

    Boden ist nicht vermehrbar. Seine Wertsteigerungen sind ein Geschenk der Gemeinschaft (neue Infrastruktur, Zuwanderung, Wirtschaftswachstum) und sollten dieser auch zugutekommen.

    1

    2

    3

    4

    5

    12

    Ich befürworte die Einführung einer Landes-Bodenwertgewinnabgabe, die spekulative Gewinne aus Grundstückswertsteigerungen abschöpft – ohne Gebäude und bauliche Investitionen zu besteuern.

    1

    2

    3

    4

    5

    13

    Eine Bodenwertgewinnabgabe würde den Wohnungsbau fördern, weil Bauland nicht mehr spekulativ zurückgehalten, sondern endlich bebaut wird.

    1

    2

    3

    4

    5

    14

    Die Landesregierung sollte eine Bundesratsinitiative starten, um die Grundgesetzänderung voranzutreiben, die Bodenwertabschöpfung verfassungsfest macht (Artikel 14 GG).

    1

    2

    3

    4

    5


    D. Geldpolitik

    Nr.

    Aussage

    trifft voll zu
    (1)

    trifft eher zu
    (2)

    teils/teils
    (3)

    trifft eher nicht zu
    (4)

    trifft gar nicht zu
    (5)

    15

    Die Landesregierung sollte sich auf Bundes- und EU-Ebene dafür einsetzen, dass der Leitzins der EZB dauerhaft die Wachstumsrate der Wirtschaft nicht überschreitet (r ≤ g).

    1

    2

    3

    4

    5

    16

    Geld, das gehortet wird, schadet der Wirtschaft. Ich unterstütze daher Modelle, die Geldhortung unattraktiv machen (z.B. durch eine Umlaufsicherung / Verfallgebühr nach Silvio Gesell).

    1

    2

    3

    4

    5

    17

    Der angebliche "Wachstumszwang" ist kein Naturgesetz, sondern eine Folge des bestehenden Geldsystems. Eine stabile Wirtschaft ist auch bei Nullwachstum möglich.

    1

    2

    3

    4

    5


    E. Umsetzung

    Nr.

    Aussage

    trifft voll zu
    (1)

    trifft eher zu
    (2)

    teils/teils
    (3)

    trifft eher nicht zu
    (4)

    trifft gar nicht zu
    (5)

    18

    Ich werde mich im Falle meiner Wahl für die Einführung eines Landes-Bodenwertgewinnabgabegesetzes einsetzen – auch gegen Widerstände aus der Wirtschaft.

    1

    2

    3

    4

    5

    19

    Ich werde mich dafür einsetzen, dass der Landtag einen Beschluss fasst, der die Bundesregierung auffordert, sich im EZB-Rat für eine Zinspolitik mit r = g einzusetzen.

    1

    2

    3

    4

    5

    20

    Gerechtigkeit ist für mich kein Wahlkampfversprechen, sondern eine mathematische Verpflichtung. Ich werde mich deshalb für die Umsetzung dieser Reformen einsetzen – unabhängig von politischen Mehrheitsverhältnissen.

    1

    2

    3

    4

    5


    F. Offene Frage


    Bitte beschreiben Sie kurz Ihre wirtschaftspolitische Gesamtpositionierung. Welche konkreten Schritte würden Sie in den ersten 100 Tagen Ihrer Regierungsbeteiligung unternehmen, um die Umsetzung dieser Reformen voranzutreiben?
    Und ggf. Anmerkungen zu den obigen Antworten:

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